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Erstes Podest beim 8 Stunden Eundurance WM Lauf in der Slowakei!

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Den Slovakiaring nahe Bratislava in der Slowakei kannte ich ja schon aus dem vergangenen Jahr. Somit konnte ich in der Trainingswoche sofort mit gutem Speed auf mich aufmerksam machen und auch das Bike hat auf Anhieb gut funktioniert. Da wir laut Reglement ab dem Zeittraining nur 13 Reifen zur Verfügung haben und damit auch im Rennen auskommen müssen, entschieden wir uns nur ein Qualifying zu fahren. Durch das auslassen des 2. Zeittrainings konnten wir uns wichtige Reifen für das 8 Stunden Rennen aufheben. Somit hieß es volles Risiko schon im ersten Quali. Ich konnte in meiner Gruppe die zweit schnellste Rundenzeit in der Superstock Klasse fahren. Nur der erfahrene Ex GP Pilot Roberto Rolfo war ein paar tausendstel besser. Meine Teamkollegen konnten den Speed nicht ganz mitgehen, trotzdem konnten wir uns am Ende für den 7. Startplatz in unserer Klasse qualifizieren! Am Samstag um 12:30 Uhr startete das Rennen der Endurance WM auf dem Slovakiaring! Ich war richtig aufgeregt, denn ich war diesmal der Startfahrer. Noch nie zuvor habe ich einen LeMans-Start absolviert. Doch mein Start sowie mein erster Stint war perfekt! Ich kam gut von der Stelle weg und kämpfte mich durch das Feld. Nach 35 Minuten übernahm ich die Führung der Superstock 1000 Klasse und gab diese bis zum ersten Boxenstopp nicht mehr her! Nach zwei Stunden waren wir auf einem wahnsinnig guten Weg doch dann holte uns das Pech wieder ein. Ein Reifenschaden zwang uns zu einem ungeplanten Boxenstopp und warf uns weit zurück. Doch Aufgeben gibt es in unserem Sport nicht! Zusammen mit meinen Teamkollegen Filip Altendorfer und Rico Löwe fuhren wir die schnellsten Rundenzeiten in unserer Klasse! Schritt für Schritt ging es für uns wieder nach vorne. Wir kämpften bis zur letzten Sekunde und schafften es um 20:30 die Ziellinie auf Platz 3 zu überqueren! Mein erstes Podest in der Saison 2018 und das sogar bei einem WM Lauf. Ich konnte es kaum fassen und jeder im Team ließ seinen Emotionen freien Lauf. Was für eine Woche. Ich bedanke mich bei meinem Team G.E.R.T.#56 und all meinen Unterstützern die das möglich gemacht haben! Nun freue ich mich schon unheimlich auf mein nächstes Rennen zur IDM in Oscherleben! Ich bin im Angriffsmodus und heiß auf weitere Podestplätze dieses Jahr!

Vielen Dank und bis bald!

Julian #19 


Zweimal knapp am Podium vorbei beim Auftakt der IDM

Endlich fiel der langersehnte Startschuss für die IDM am vergangenem Wochenende in Oschersleben! Die Strecke in der Nähe von Magdeburg kannte ich zwar aus früheren Zeiten, trotzdem brauchte ich im freien Training einige Runden um in einen Rhythmus zu kommen. Wir nutzten die freitags-sessions um das Motorrad abzustimmen und einen guten Speed zu finden. Wahnsinn wie gut mein Team arbeitet und mit was für einer Professionalität die Daten ausgewertet werden. Mein Crew-Chief Jens Schulze stellte mir für die Zeittrainings am Samstag ein super Motorrad hin. Die Qualifyings in der IDM laufen komplett anders ab als ich aus den letzten Jahren gewohnt war. Zwei mal 45 Minuten und mehrere Reifenmischungen zur Auswahl war völliges Neuland für mich. Im letzten Moment konnte ich eine Super Zeit in den Asphalt brennen und meine BMW S 1000 RR auf den vierten Startplatz stellen! Eine perfekte Ausgangsposition für beide Rennen am Sonntag. Ich war ziemlich Aufgeregt und war gespannt wie die ersten Rennen ablaufen werden. Im ersten Lauf erwischte ich einen guten Start und konnte meinen vierten Platz halten. Lange Zeit versuchte ich an der Spitzengruppe dran zu bleiben, musste aber zu Rennmitte etwas abreißen lassen. Meine Stärke liegt aber auf den letzten Rennrunden. Vier Runden vor Schluss fuhr ich die Lücke zu Platz 3 zu und konnte in der letzten Runde attackieren. Als dritter bog ich auf die Zielgerade ein! Leider Sprang mir im Kurvenausgang der Gang raus und ich wurde bis zur Zielflagge aus beschleunigt. 0,06 Sekunden trennten mich von meinem ersten Podestplatz. Das zweite Rennen lief ähnlich. Mein Start gelang mir gut doch in der ersten Runde kam ich in den Dreck und verlor viele Meter. Von Platz 6 aus fuhr ich wieder bis auf Platz 4 nach vorn. In der letzten Runde lieferte ich mir mit dem ex Superbike WM Fahrer Dominic Schmitter einen heißen Kampf mit vielen Berührungen. In der vorletzten Kurve überholte ich ihn erneut. Leider konnte ich die Linie nicht ganz halten und musste mich am Ende geschlagen geben. Leider hat mir an diesem Wochenende das Glück gefehlt. Aber ich bin mir sicher, dass der langersehnte Podestplatz kommen wird! Vielen Dank an mein Team für die super Arbeit!

 

Bis bald

Julian #19


Abenteuer 24 Stunden von LeMans

Endurance World Championship

Viele Wochen trainierte ich auf meinen ersten 24 Stunden WM Lauf in LeMans hin. Zusammen mit dem German Endurance Racing Team (G.E.R.T.#56) und einer BMW S 1000 RR stellten wir uns der Herausforderung. 3 Fahrer werden pro Team für das Rennen zugelassen und meine Teamkollegen waren Horst Saiger und Rico Löwe. Die freien Trainings liefen von Beginn an sehr gut. Ich freundete mich schnell mit der Strecke und dem Langstrecken Motorrad an. Nach und nach stimmten wir das Motorrad so ab, dass alle 3 Fahrer ein gutes Gefühl hatten und in der Lage waren, gute Rundenzeiten zu fahren. Donnerstag und Freitag stand jeweils ein Qualifying auf dem Plan. Vor allem im Zeittraining am Freitag konnte ich einen ersten Paukenschlag setzen! Mit einer Rundenzeit von 1.37.6 fuhr ich die zweit schnellste Zeit der Superstock Klasse! Insgesamt bedeutete das den 6. Rang knapp hinter den offiziellen Werksteams und einigen ehemaligen MotoGP Piloten! Meine Teamkollegen konnten den Speed nicht ganz mitgehen, trotzdem qualifizierten wir uns für den 22. Gesamtplatz unter den 60 Teams (Platz 8 Superstock). Samstag war es dann endlich soweit. Die wahrscheinlich bisher größte Herausforderung meiner Karriere stand bevor. 200.000 Zuschauer sind an den Bugatti Circuit in LeMans gekommen um das Rennen live zu verfolgen. Unglaublich, vor so vielen Zuschauern zu fahren! Wir erwischten einen guten Start und kamen pro Stint genau eine Stunde. Danach hieß es Reifen und Fahrerwechsel und Motorrad betanken. Wir kämpften uns langsam durch das Feld und machten Positionen gut. Leider hatten wir mit ein paar technischen Problemen an der Schaltung zu kämpfen. Mein Körper wurde immer schwächer und es wurde von Stunde zu Stunde schwieriger, die Pace zu halten. In der Nacht zu fahren war auch völliges Neuland für mich aber eine Erfahrung die man gemacht haben muss. Meine Rundenzeiten waren sehr gut und ich konnte immer die Zeiten der Superstock Spitze mitgehen! Nachdem unser Team 815 Runden gefahren ist sind wir nach 24 Stunden völlig erschöpft aber glücklich durchs Ziel gefahren. Wir haben es geschafft! So viel Anstrengung, Emotionen und Teamgeist habe ich noch nie erlebt. Wir kamen auf Platz 5 in unserer Klasse ins Ziel was den 14. Gesamtplatz bedeutete. Ein Ergebnis auf das wir stolz sein können! Vielen Dank an mein Team und an meine Teamkollegen für den tollen Job!

Es war mir eine Ehre, dabei gewesen zu sein!

 

Bis bald

Julian#19  


Saisonvorbereitung in Alcarras und Almeria

In den letzten beiden Wochen, habe ich ein neues Kapitel im Rennsport für mich aufgeschlagen. Zusammen mit meinem neuen Team alpha Racing - Van Zon - BMW ging es zu den Vorsaison- Tests nach Alcarras und Almeria in Spanien. In Alcarras haben wir an den Pirelli-Testfahrten teilgenommen und konnten vier Tage lang Team und Motorrad kennen lernen. Es hat nicht lang gedauert bis wir ein eingespieltes Team waren. Wir arbeiteten an dem Basis Set-Up der BMW S 1000 RR und testeten nebenbei die Entwicklungsreifen von Pirelli. Ich versuchte so viele Runden wie möglich abzuspulen um auch meine Fitness auf die Probe zu stellen. Am vierten Tag standen satte 254 Runden auf der Zeitenliste. Weiter ging es dann nach Almeria wo wir auf dem Circuit Andalucia weitere 3 Trainingstage absolvieren durften. Zusammen mit der Motorsportschool Zolder konnten wir auf der sehr schweren Strecke an den letzten Feinabstimmungen arbeiten. Für Trainingszwecke ist die erst vor kurzem neu eröffnete Strecke optimal und erstmals waren auch alle Fahrer des Teams vertreten. Die Stimmung im Team ist super und die Arbeit macht wahnsinnig viel Spaß! Bis zum Ende des 3. Trainingstages konnte ich mich kontinuierlich steigern und war am Ende mit meinen Rundenzeiten sehr zufrieden. Ich bin nun bereit für das erste Rennen in der Motorsportarena Oschersleben. In der Rennwoche werden wir noch einen zweitägigen IDM Test haben. Danach schalten die Ampeln wieder auf grün und es heißt „It´s race time“!

 

Ich kann das erste Kräftemessen kaum erwarten!

 

Bis dahin

Julian #19


2018 im Team alpha Technik - Van Zon - BMW

Ich bin überglücklich, Euch die Zusammenarbeit für die Saison 2018 mit dem Van Zon - Remeha - BMW Superbike Team zu verkünden! Nachdem ich lange Zeit nicht wusste welche Serie ich in diesem Jahr bestreiten werde und die Superstock 1000 EM im kommenden Jahr aus dem Zeitplan gestrichen wird, habe ich die beste Lösung gefunden. Ich werde die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft - IDM bestreiten und bin mir sicher, mit dem Meisterteam des vergangenen Jahres die schlagkräftigste Mannschaft gefunden zu haben. Zudem kann ich es gar nicht erwarten, wieder ein Rennen vor meinem Heimischen Publikum, dem Schleizer Dreieck zu bestreiten!

Für dieses Rennjahr stehen nun einige Veränderungen an.

Die ersten Testfahrten beginnen Anfang März in Spanien.

Ich kann die ersten Meter mit der BMW S 1000 RR und dem erfahrenen Team um Werner Daemen kaum erwarten.

 

Ich bedanke mich vielmals bei meinem neuen Team für das in mich gesetzte Vertrauen und ich werde alles dafür geben, dies mit bestmöglichen Resultaten zu danken.

Vielen Dank auch an meine Sponsoren und Unterstützer, denn ohne Euch wäre das alles nicht möglich!!!

 

2018 IDM Superbike 1000 Championship:

 

23.-25. April: Auftakttraining Oschersleben

27.-29. April: Oschersleben

07.-10. Juni: Speedweek Oschersleben

06.-08. Juli: Zolder/Belgien

27.-29. Juli: Schleiz

24.-26. August: Lausitzring

07.-09. September: Assen/Niederlande

28.-30. September: Hockenheimring

 

Bis bald

Julian #19