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Die Top 10 wurden mir genommen

Am vergangenen Wochenende wurde auf dem Portimao International Circuit an der Algarve der nächste Superstock 1000 EM Lauf gefahren. Eine sehr schöne aber auch technisch sehr Anspruchsvolle Rennstrecke, die durch ihr überwältigendes Flair und die vielen Höhenunterschiede hervorsticht. Am Donnerstag vor dem Start der Veranstaltung, bekam meine BMW S 1000 RR noch ein Elektronik-update. Unsere Aufgabe war also klar. Wir hatten Freitag 2 freie Trainings und noch eins am Samstagvormittag. Wir mussten uns bemühen, die neue Elektronik auf mich abzustimmen und nebenbei das Set-Up und das Chassis abzustimmen. Wir investierten einige Stunden vor den Computern um alle Telemetriedaten auszuwerten. Am Samstagnachmittag ging es wieder in einem 30-minütigen Zeittraining um die Startplätze. Trotz vollem Risiko was ich ging, blieb nur der 17. Startplatz für mich übrig. Ich hatte Mühe die Linie zu halten und hatte am Kurveneingang kein Gefühl zum Vorderrad. Die Ausgangsposition war also wieder einmal nicht optimal. Bis in den späten Abend zogen sich die Auswertungen. Mit einem großen Erfolg! Schon am nächsten Morgen im Warm-up konnte ich mit alten Reifen eine halbe Sekunde schneller fahren als im Qualifying. Das Motorrad hat gepasst und ich fühlte mich gut für das Rennen. Ich erwischte leider wie schon so oft in diesem Jahr keinen guten Start. Aus dem ersten Sektor kam ich nur auf Platz 20 wieder. Sofort begann ich Plätze gut zu machen und konnte mich nach der ersten Runde auf Platz 17 verbessern. Meine Rundenzeiten waren gut und in Runde 9 war ich schon auf Platz 11 angekommen. Ich bereitete mein Überholmanöver für Platz 10 vor und konnte diesen zu Beginn der 10. Runde einnehmen. Vor mir fing eine Yamaha von einem Konkurrenten zu Rauchen an. Das Rennen wurde daraufhin zu meinem Pech auf Verdacht wegen Öl auf der Strecke abgebrochen. Da das Rennen eine Runde zurück gewertet wurde, rutschte ich auf Platz 11 zurück. Sehr schade für mich den die Top 10 wären kein Problem gewesen und eine gute Belohnung für unsere Arbeit gewesen. Ich muss meine Starts verbessern und im Qualifying weiter vorne stehen. Wenn ich alles zusammen bringen kann, denke ich das ich sehr Konkurrenzfähig bin. Trotzdem habe ich wieder wichtige Punkte gesammelt und liege jetzt schon auf dem 13. Gesamtrang.

Nächste Woche geht es schon in Magny Cours weiter!

Bis dahin

Julian #19


Top 10 zum Heimrennen!

Ein Wahnsinns Rennwochenende liegt hinter mir! Endlich hat einmal alles gepasst und ich konnte vor heimischer Kulisse mein wahres Potential zeigen. Aber fangen wir von ganz vorn an. Gleich zum ersten freien Training am Freitagvormittag, hatte ich ein richtig gutes Gefühl für das Motorrad und konnte mich schnell mit der Strecke anfreunden. Im zweiten freien Training machten wir ein Paar Versuche mit dem Fahrwerk. Da sich diese aber als Nachteil bewiesen gingen wir wieder zur Basis zurück. Samstag im dritten Training fuhren wir komplett auf den alten Reifen vom Vortag. Der Vorteil: wir konnten einen Hinterreifen sparen und hatten für das Zeittraining 2 Stück zur Verfügung. Im Qualifying rückte ich also schon den ersten Stint mit neuen Reifen aus. Meine Zeit im Vergleich zu den freien Trainings, konnte ich auf Anhieb um eine Sekunde verbessern. Nach 10 Minuten kam ich an die Box zum Reifenwechsel. Ich fuhr zusammen mit meinem Teamkollegen als Zugpferd zu einem Letzen Angriff raus. Ich schaffte eine nahezu perfekte Runde, die mir leider in der letzten Kurve von einem langsamen Fahrer zerstört wurde. Am Ende durfte ich das Rennen von Startplatz 14 starten. Ich wusste aber, dass mehr drin gewesen wäre. Der Sonntag startete schon mit dem Warm-up sehr gut! Ich konnte gute Zeiten fahren und hatte ein super Gefühl für das Rennen. Um 15.15 Uhr schaltete die Ampel auf Grün. Ich erwischte einen guten Start und kam auf P13 aus der ersten Runde. In den ersten 4 Runden hatte ich mit der vollen Tankfüllung zu kämpfen und musste deshalb vielen Zweikämpfen beistehen. Durch die vielen Überholmanöver verlor ich den Anschluss an die Gruppe bis Platz 5. Die letzten 7 Runden konnte ich konstant sehr gute Rundenzeiten fahren und durch einen Fahrfehler von zwei Piloten vor mir in der vorletzten Runde den 9. Platz einnehmen. Den gab ich bis zum Ziel nicht mehr her! Ich bin richtig glücklich mit meiner ersten Top 10 Platzierung. Das gab mir noch einmal einiges an Selbstvertrauen und ich hoffe, bei den nächsten Rennen an dieses Ergebnis anknüpfen zu können!

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Julian #19 


Unglaublicher Sieg beim 8 Stunden Langstrecken WM Rennen auf dem Slovakiaring

Sofort nach dem Rennen der Superstock EM in Misano ging die Reise für mich weiter in die Slowakei an den Slovakiaring. Kurzfristig bekam ich die große Chance, mein erstes Langstrecken WM Rennen zu bestreiten. Zusammen mit dem Team Völker NRT #48 und den beiden Fahrern Jan Bühn und Stefan Kerschbaumer startete ich in der Superstock-Klasse. Die ersten freien Trainings begannen schon am Dienstag. 3 Tage lang konnte ich mich an die für mich neuen Dunlop Reifen, das Team und das Langstrecken Motorrad gewöhnen. Mittwochvormittag wurde ich leider von einem Kontrahenten im Training unsanft zu Boden gebracht. Ich zog mir starke Prellungen im rechten Bein zu und musste 2 Tage lang auf Krücken laufen. Ich biss mich durch und versuchte weiter die BMW so schnell wie möglich um die Strecke zu jagen. Donnerstag und Freitag stand dann jeweils ein Zeittraining auf dem Plan. Jeder Fahrer hatte ein 20 Minuten langes Qualifying und die besten 3 Rundenzeiten der Fahrer wurden zusammengenommen. Am Ende konnten wir mit dem 3. Startplatz ein erstes Ausrufezeichen setzen! Nach vielen Auswertungen und Spritverbrauchs-Rechnungen, stellten wir eine Strategie für das Rennen auf. Den Rennstart übernahm Stefan Kerschbaumer. Wir kamen die ersten Runden sehr gut durch und nach einer Stunde übergab er das Motorrad an Jan Bühn. Mein erster Stint folgte nach dem 2. Stopp und ich ging für 26 Runden am Stück auf die Strecke. Es ist sehr schwer so lange Zeit bei über 30 Grad Außentemperatur das Motorrad am Limit zu bewegen und zu pushen. Bei Halbzeit nach 4 Stunden befanden wir uns auf dem 2. Platz. Mein zweiter Stint war sehr schwer für mich. Der Reifen war schon sehr alt und bot kaum noch Grip. In der 23. Runde meines Turns riss der Reifen komplett auf und ich musste früher als geplant an die Box. Mein Team machte aber einen perfekten Job beim Boxenstopp, so dass wir kaum Zeit verloren. Die letzte Stunde wurde ein Nervenkitzel pur. 20 Minuten vor Ende übernahmen wir die Spitze und gaben diese bis zum Zieleinlauf nicht mehr her! Ich kann es immer noch kaum fassen, dass mein Team und ich diesen WM Lauf für uns entscheiden konnten. Gleich bei meinem ersten Einsatz in der Langstrecken-Weltmeisterschaft den Sieg einzufahren ist das beste was mir hätte passieren können. Ich danke meinem Team und meinen beiden Teamkollegen für den tollen Job den sie gemacht haben. Dieses Wochenende wird immer in meiner Erinnerung bleiben!

Vielen Dank und bis bald

Julian #19 


Schwierigkeiten beim Rennen in Donington Park

Die englische Rennstrecke Donington Park zählt zu einen meiner Lieblingsstrecken. Ich freute mich riesig auf dieses Event und konnte die ersten Runden kaum abwarten. Leider verfolgte mich das Pech schon zu Beginn des ersten freien Trainings. Schon beim rausfahren aus der Boxengasse beschleunigte mein Motorrad nicht über 70 km/h. Es hat lang gedauert bis wir den Defekt an der Benzinpumpe gefunden haben und das Training war bereits gelaufen. Somit musste ich beim zweiten Training bei null anfangen. Ich begann mich mit der Strecke vertraut zu machen und wir starteten erste Versuche mit dem Set-up. Samstagvormittag zog uns auch das Wetter noch einen Strich durch die Rechnung. Halb nasse und halb trockene Bedingungen machten uns die Abstimmung nicht leichter. Für das Zeittraining machten wir einige Änderungen in der Hoffnung das es bei den wenigen Daten die wir sammeln konnten funktioniert. Schon nach der Hälfte des Zeittrainings lag ich auf einem hervorragendem 9. Platz. Nach 7 gefahrenen Runden kam ich in die Box zum Reifenwechsel. Mit neuen Reifen machte ich einen weiteren Angriff. Auf meiner schnellsten Runde wurde ich von einem Kontrahenten in der vorletzten Kurve blockiert. Mit dem 12. Platz der Zeitenliste war ich dennoch sehr zufrieden und habe mein bisher bestes Qualifying-Resultat eingefahren. Ich war sehr zuversichtlich für das Rennen und hoffte auf meine erste Top-10 Platzierung. Pünktlich zum Renntag änderten sich die Bedingungen erneut und schon im Warm-up fühlte ich mich nicht so wohl auf dem Motorrad. Mein Team und ich waren der Meinung, dass es an den alten Reifen lag die wir verwendeten. Den Start in das Rennen erwischte ich gut! Ich konnte meine Platzierung durch die ersten Kurven halten. Doch schon nach nur zwei gefahrenen Rennrunden merkte ich, wie mein Hinterrad sehr schnell an Grip verlor. Ich kämpfte das ganze Rennen mit sehr starkem Wheelspin und konnte die BMW kaum noch unter Kontrolle halten. Ich war Chancenlos und fiel bis auf Platz 17 zurück. Ein enttäuschendes Ergebnis für mich. Beim nächsten Rennen in Misano hoffe ich, dass wir dafür umso viel mehr Glück haben werden. Mitte Juni wird auf der Italienischen Rennstrecke in der Nähe von Rimini wieder Gas gegeben!

Bis dahin

Julian #19 


12. Platz nach Chaosrennen in Imola

Auf dem traditionellen Kurs von Imola fand am vergangenem Wochenende der dritte halt der FIM Superstock 1000 EM statt. Das erste Mal in diesem Jahr hatten wir richtig gutes Wetter und Temperaturen über 25 Grad. Im freien Training Nummer 1 hatten wir Schwierigkeiten mit dem Hinterreifen und schon nach 5 Runden war dieser völlig vernichtet. Daraufhin wurde die komplette Geometrie meiner BMW S1000 RR gewechselt und im 2. freien Training verhielt sich das Motorrad sehr gut. Am Samstagvormittag stand zur Vorbereitung auf das Qualifying noch das dritte freie Training an. Vormittags waren die Temperaturen noch bei 15 Grad und die Strecke bot super viel Grip. Ich fuhr eine richtig gute Rundenzeit und war mit meinem Motorrad und dem Set-Up zu 100 Prozent zufrieden. Im Zeittraining erhöhte sich die Asphalttemperatur um über 20 Grad und das wirkte sich leider sehr negativ aus. In meiner schnellsten Runde fuhr ich in der letzten Kurve etwas über die Kirbs, woraufhin mir meine beste Rundenzeit gestrichen wurde. Nach 30 Minuten Zeitenjagd stand nur der 22 Startplatz für mich auf dem Papier. Also hieß es für mich erneut nach vorne kämpfen! Das Rennen am Sonntag wurde zu einem Chaosrennen wie aus einem Bilderbuch Wegen Stürzen in den ersten Kurven durch die vielen Rempeleien wurde das Rennen 2x mit der roten Flagge abgebrochen. Beim dritten Rennstart wurde es wieder sehr eng in den ersten Kurven, trotz viel Körperkontakt kamen diesmal aber alle Fahre aus der ersten Runde wieder. Ich konnte ein paar Positionen gut machen. In runde sechs fing mit einmal meine Bremse an Druck zu verlieren. Das ging so weit, dass ich einmal keine bremse mehr hatte und weit gehen musste. Dadurch verlor ich den Anschluss an meine Gruppe und ich versuchte an der Justageeinheit den Bremshebel so zu verstellen, dass ich für die letzten beiden Runden wieder einen Druckpunkt habe. Ich konnte viel schneller fahren als die Fahrer vor mir. Mit sehr viel Risiko, konnte ich alle 5 Fahrer in der letzten Runde überholen und mich auf Platz 12 ins Ziel retten. Schon in 2 Wochen macht die Superbike WM halt in England auf dem Donington Park Circuit.

Bis dahin!

 

Julian #19


Weitere 2 Punkte auf meinem Konto

Rennen zwei der Saison 2017 fand vergangenes Wochenende in Assen statt. Normalerweise haben wir auf dem TT Circuit nahe der Stadt Drehnte immer mit sehr kalten und nassen Bedingungen zu kämpfen. Diesmal aber war das komplette Wochenende trocken und teilweise sogar sehr sonnig. Das erste freie Training am Freitag fand sehr früh am Morgen statt. Mit diesen Bedingungen kam ich sehr gut zurecht und ich konnte das Training auf Platz 4 beenden. Die Zeiten aus dem zweiten freien Training waren aber viel aussagekräftiger. Im Vergleich zum Vorjahr war ich schon nach den freitags Trainings um ganze zwei Sekunden schneller! Samstag konnten wir uns mit einem dritten freien Training auf das Qualifying vorbereiten und die letzten Abstimmungen treffen. Mit einer Bestzeit von 1:38.6 min war ich zwar sehr zufrieden, doch leider reichte es nur für den 17. Startplatz. Die Rundenzeiten lagen alle sehr nah beisammen. Ich war an diesem Tag schon über 3 Sekunden schneller als im Jahr zuvor doch auch meine Konkurrenz schläft nicht. Sonntag wurde es dann Ernst und die Ampel schaltete um 15:20 Uhr auf Grün. Mein Start gelang mir richtig gut und mit ein wenig Körperkontakt konnte ich mich in den ersten Kurven nach vorn kämpfen. Auf Platz 11 angekommen, wurde das Rennen wegen eines schweren Unfalls in der letzten Kurve mit der roten Flagge unterbrochen. Erst nach über einer halben Stunde wurde das Rennen neu gestartet. Mein zweiter Start gelang mir leider nicht gut. Auch in der ersten Kurve wurde es wieder sehr eng. Diesmal zog ich den Kürzeren und verlor einige Plätze. Das ganze Rennen kämpfte ich um den 13. Platz in einer Vierer- Gruppe. Nur wenige Kurven vor dem Ziel konnte ich mich mit einem harten Überholmanöver an die Spitze der Gruppe setzen. In der letzten Schikane schickte mich der Italiener Kevin Calia weit und ich fiel kurz vor der Zielflagge auf Platz 14 zurück. Mir fehlt nicht mehr viel um bessere Positionen einzufahren und ich werde weiter hart daran arbeiten, zu den Top 10 aufzuschließen! Schon nächste Woche geht es weiter nach Imola zur dritten Runde der Superstock 1000 Europameisterschaft.

Bis dahin!

Julian #19


Saisonstart in den Punkterängen

Vergangenes Wochenende fiel der Startschuss für die Saison 2017 im spanischen Aragon. Ich freute mich sehr darauf, endlich wieder einen Wettkampf zu fahren und wollte sehen wo ich in diesem Jahr stehe. Die freien Trainings am Freitag wurden wie immer genutzt um das Motorrad perfekt an die Bedingungen anzupassen. Neu in diesem Jahr ist ein 3. freies Training am Samstag vor dem Qualifying. Ich fühlte mich richtig wohl auf dem Motorrad und konnte im letzten freien Training den 11. Platz unter den 34 Startern einfahren. Pünktlich zum Zeittraining kam leider ein richtig starker Wind auf der das fahren sehr schwierig machte. Ich erwischte keine gute Runde auf neuen Reifen und baute dazu auf meinen schnellen Runden noch einige Fehler ein. Am Ende sprang leider nur die 18. Startposition für mich heraus. Auch am Renntag änderte sich das Wetter nicht. Der Wind wurde nur noch stärker und die Temperaturen waren sehr niedrig. Ich kam gut von meinem Startplatz weg und reihte mich auf die Anfahrt zur ersten Kurve innen ein. Leider wurde es in der ersten Kurve wieder etwas zu eng und ich kam fast zu Sturz. Wieder verlor ich wichtige Positionen und kam nur auf Rang 20 aus der ersten Runde wieder. Schritt für Schritt konnte ich wieder Positionen gut machen. Am Ende sprang für mich der 14. Platz heraus was für mich 2 EM Punkte bedeutete! Ich konnte große Fortschritte im Vergleich zum letzten Jahr erzielen und habe aber noch viel Luft nach oben. Meine Qualifyings müssen definitiv besser werde. Auch meine ersten 3 Rennrunden müssen viel aggressiver werden. Mein Ziel ist es zu den Top 10 aufzuschließen und bis zum nächsten Rennen in Assen werde ich hart daran arbeiten!

Bis bald

Julian #19