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ADAC Hessen-Thüringen Motorsportler des Jahres!

Was für eine Ehre! Ich wurde zum „Motorsportler des Jahres“ vom ADAC Hessen-Thüringen ernannt! 

Gestern fand die ADAC Hessen-Thüringen Sportlerehrung in der Esperanto-Halle in Fulda statt. Ich wurde für den Sieg der ADAC Wertung im Motorrad Rundstreckensport und Platz 3 der IDM Gesamtwertung 2018 ausgezeichnet. Als Highlight des Abends wurde der Motorsportler des Jahres ernannt und ich konnte es kaum glauben als auch dort mein Foto auf der großen Leinwand erschien! Vielen Dank an das ADAC Team Hessen-Thüringen für diese Auszeichnung, die Unterstützung und das Vertrauen! 

 

#thankyou

17.02.2019


Saison 2019 - Ich bin bereit!

Ich bin überglücklich heute die Zusammenarbeit für die Saison 2019 mit meinem Team Alpha Racing-Van Zon-BMW verkünden zu dürfen! Wir werden in der IDM Superbike Klasse mit der brandneuen BMW S 1000 RR an den Start gehen. Vielen Dank an Werner Deamen, dem gesamten Team und BMW Motorrad für die Möglichkeit, erneut mit meiner bestehenden Crew und dem bestmöglichen Support an den Start zu gehen!

Ich werde versuchen, dass in mich gesetzte Vertrauen in bestmögliche Resultate umzuwandeln und kann die ersten Testfahrten mit dem neuen Modell der S 1000 RR kaum erwarten. Season 2019 - I´m ready!

 

www.bmwracingteam.eu

http://www.bmwracingteam.eu/en/latestnews/de-alpha-racing-van-zon-bmw-bestatigt-idm-fahrerduo-fur-2019/


Saisonfinale Hockenheim / Ende gut, alles gut!

 

Schon vor dem Saisonfinale auf dem Hockenheimring stand ich als 3. der IDM Superbike 1000 fest und hatte somit überhaupt keinen Druck mehr. Doch das gewisse Etwas fehlte noch in meiner Jahresplanung... der erste Sieg! Ich wollte volles Risiko gehen und am Ende schauen, ob es klappt oder nicht. In den freien Trainings tat ich mich anfangs mit der Strecke sehr schwer. Wie auf fast allen Rennstrecken dieses Jahr fing ich auch auf dem Hockenheimring bei Null an. Nachdem ich mich langsam mit dem Kurs angefreundet hatte und wir die BMW's 1000 RR gut abgestimmt bekamen, war ich bereit für die Zeittrainings am Samstag. Die Temperaturen am Morgen waren jedoch alles andere als angenehm. Bei knapp über 10 Grad ging es zum ersten Qualifying auf die Strecke. Auf Anhieb verbesserte ich meine Rundenzeit vom Vortag um knapp eine Sekunde! Platz 2 mit nur einem kleinen Rückstand auf meinen ukrainischen Teamkollegen war das Resümee. Aber mein Ziel war es, noch einmal von der Pole-Position dieses Jahr ins Rennen zu gehen. Als ich auf einem neuen Hinterreifen im zweiten Zeittraining die Boxengasse verließ, pushte ich so viel ich nur konnte. Leider flog ich kurze Zeit später bei über 200 km/h vom Motorrad und das Training war für mich gelaufen. Das hieß Platz 3 für beide Rennen am Sonntag. Doch zuerst mussten meine Mechaniker ein komplett neues Motorrad für mich aufbauen. Vielen Dank noch einmal an meine gesamte Crew für diesen Top-Job. Dank deren Arbeit konnte ich an beiden Rennen am Sonntag vor einem unglaublichen Publikum teilnehmen. 

Den ersten Rennstart erwischte ich nicht so gut und wurde auf Platz 5 nach hinten verwiesen. Bis zur vorletzten Runde kämpfte ich mich auf Platz 3 nach vorn. Jedoch war ich beim Anbremsen auf Kurve 5 viel zu spät auf der Bremse. Mein Hinterrad stieg in die Luft, ich fuhr geradeaus und musste die Strecke verlassen. Durch diesen Fehler überquerte ich die Ziellinie nur auf Platz 6. 

Im zweiten Rennen dann ein bedeutend besserer Start. In der Anfangsphase setzte ich mich gegen den IDM-Vizemeister der Saison 2017 durch und heftete mich an das Hinterrad der beiden Führenden. 10 Runden lang konnte man uns Vier mit einem Handtuch zudecken. Ich wollte versuchen, meinen Reifen zu schonen und in den letzten Runden angreifen. 5 Runden vor Schluss entfachte dann aber ein heißer Fight zwischen dem ehemaligen Moto2 Piloten Florian Alt und mir. Wir wechselten ständig die Positionen. In der letzten Runde konnte ich endlich zum finalen Angriff ansetzen und mir den letzten Podestplatz dieser Saison sichern! Ich war unglaublich happy, da ich die ganze Saison über mein wahres Potential zeigen konnte. In der IDM Superbike 1000 wurde ich der schnellste deutsche Teilnehmer und 3ter im Gesamtklassment. 

Mit einem solchen Ergebnis hätte ich zu Beginn der Saison niemals gerechnet und das alles motiviert mich, im nächsten Jahr nur noch härter zu arbeiten. Denn am Ziel ist man erst, wenn man ganz oben stehen darf! Ich kann mich nur unendlich oft bei meinem Team alpha Racing- Van Zon - BMW für die geleistete Arbeit bedanken. Mein Team und meine Crew haben mich aus dem Tief der letzten Jahre heraus geholt. Vielen Dank auch an alle meine Sponsoren und Unterstützer, denn ohne euch würde ich gar nicht erst auf dem Motorrad sitzen! Und ein großer Dank geht auch an meine Familie, die mich unterstützt, wo sie nur kann!

 

Saisonbilanz Rennsportjahr 2018:

- IDM Gesamtwertung: Platz 3 / bester deutscher Teilnehmer

- 8 IDM Podestplätze ( 1x Platz 2, 7x Platz 3 )

- 1x Pole Position ( Schleizer Dreieck )

- 1x schnellste Rennrunde

- Sieg 24h Endurance WM Le Castellet mit Team GERT #56

- 3. Platz 8h Endurance WM Slovakiaring mit Team GERT #56

 

Neuigkeiten über die Saison 2019 folgen in Kürze. Seid gespannt!

Vielen Dank und bis bald

Julian #19


Endurance-WM-Sieg beim legendären Bol d´Or in Frankreich

Sofort nach dem IDM Event in Assen ging die Reise per Flugzeug weiter nach Marseille. Ein Stunde von der schönen Hafenstadt befindet sich in Le Castellet der Paul Ricard Circuit. Die Rennstrecke gehört dem Formel 1 Chef Bernie Ecclestone und genau so sieht die Anlage auch aus. Atemberaubend! Mein zweites 24 Stunden Endurance WM Rennen in diesem Jahr stand an. Zusammen mit meinen Teamkollegen Stefan Kerschbaumer und Flip Altendorfer stellten wir ein schlagkräftiges Fahrer-Trio. Auch unser Team G.E.R.T #56 ließ keine Schraube an der BMW S1000 RR unberührt und holte das Maximum aus dem Reglement heraus. Dienstag begannen die ersten Freien Trainings und ich lernte die Strecke kennen. Nachdem Mittwoch nur Technische Abnahme und Riders-Briefing auf dem Plan standen, hatten wir genügend Zeit um erste Auswertungen zu tätigen. Donnerstag wurde es schon langsam ernst. Nach einem weiteren zwei stündigen Freien Training stand das erste Zeittraining auf dem Zeitplan. Jeder der drei Fahrer im Team fährt in einer eigenen Gruppe. Aus den Zeiten aller drei Fahrer wird am Ende eine Durchschnittszeit errechnet und daraus der Startplatz. Wir konnten alle gute Zeiten Fahren und das obwohl wir noch auf den harten Reifen unterwegs waren. Freitag starteten wir dann im zweiten Qualifying den großen Angriff auf die Pole-Position in der Superstock Klasse. Es war sehr schwer, auf der Strecke bei knapp 60 Fahrern eine freie Runde zu erwischen. Ich beendete aber mein Zeittraining auf Gesamtplatz 8 und führte unsere Superstock Klasse mit über einer Sekunde Vorsprung an! Nachdem alle Zeiten zusammen addiert wurden verpassten wir den 1. Platz um gerade einmal 0,04 Sekunden. Aber ok, dass Rennen geht lang und ein Platz hin oder her macht nicht die Welt aus. Ich hatte die große Ehre, den Rennstart vor über 69.000 Zuschauern zu tätigen. Nachdem ich den Le-Mans-Start etwas verpatzt hatte, holte ich gleich in meinem ersten Stint viele Plätze auf und übergab nach fast einer Stunde an den nächsten Fahrer. So wechselten wir uns Stunde für Stunde ab und schon nach kurzer Zeit übernahmen wir die Führung in unserer Klasse! Jetzt hieß es keine Fehler machen und bei den Boxenstopps so wenig Zeit wie möglich verlieren. Auf die Nachtsessions freute ich mich am meisten! Ich versuchte bei meinen Stints so viel Zeit wie möglich auf die Verfolger heraus zu fahren. Ich pushte etwas zu viel und wurde bei noch 4 Stunden auf der Uhr sehr schwach und konnte kaum noch stehen. Mein Team päppelte mich aber wieder auf und wir fuhren nach 24 Stunden einen unglaublichen Sie in der Stocksport Klasse beim 82. legendären Bol d´Or ein! Es flossen unzählige Freudentränen und keiner konnte wirklich realisieren, das wir nach so viel harter Arbeit, Kampf und Leid den 1. Platz bei einer Weltmeisterschaft eingefahren hatten! Ein unglaubliches Erlebnis mit dem keiner wirklich gerechnet hat. Wir waren zu fast jeder Zeit die schnellsten STK-Fahrer auf der Strecke, was auch einem perfekt vorbereitetem Motorrad zu verdanken war. Des weiteren führen wir die WM Wertung mit einem guten Polster zu Platz 2 an! Vielen Dank an alle, die das ermöglicht haben!

 

Bis bald

Julian #19